SELBST-Verständnisse

Szenenwechsel: Das Wort Ganzheitlich-keit oder Ganzheit wird mittlerweile überall in unterschiedlichen Zusammen-hängen und Bereichen  verwendet. Z.B. in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, Heilung...
Und natürlich taucht der Begriff 'ganzheitlich' in den Bereichen der Persönlichkeitsentfaltung, NewAge oder spirituellen Lehren oft auf.

Wandel geschieht

Um die Bedeutung der Grafik mit einem einfach Bild des Eisbergs zu erklären: das Leben - mit dem vorhanden ganzheitlichen Potenzial - schwimmt immer in die Richtung, was unter der Wasseroberfläche eines Eisbergs liegt.  Und es bedeutet, dass Wandel und Veränderungen viel mehr geschehen, in, um und durch uns hindurch. So, wie man wirklich ist und wie man im höchsten und besten Sinne mit allen möglichen und unmöglichen Situationen umgehen kann. 

Nicht nur aus beruflichen Gründen suchte ich in diesem Bereich nach der einen Lösung, bis ich irgenwann wahrnehmen konnte, dass ich laufend Antworten erhielt - ohne die Fragen bewusst gestellt zu haben. Also - kurzum, ich hatte keine Ahnung von unterschiedlichen Bewusstseinsqualitäten, die immer da waren - nur nicht ganz bewusst. Das Leben schickte mir eine nach der anderen Lektion, um hier bewusster zu werden. Bewusster darüber zu werden, was ich zuvor selbstverständlich als 'Ich' etikettierte und nun zu brökeln begann. 
Die Grafik dient zur groben Unterscheidung von Bewusstseinsebenen. Denn ich fand heraus, wie wichtig Unterscheidungsfähigkeit ist, um das Trennungs-Bewusstsein der beiden Illusionen aufzugeben: Als erstes die Illusion der Trennung von Yin und Yang in unserem Körper-Seele-Geist-System, um sich der zweiten Illusion zu widmen 

  • Und dazu sehr passend die quantenpsychologischen Prinzipien:
    - dass man Probleme nur dort lösen kann, wo sie entstanden sind
    - dass Vermischungen und Verwechslungen von Bewusstseinsebenen

      zu Problemen  führen können und
    - was auf einer Ebene stimmen kann, kann auf einer anderen Ebene falsch sein.
    (Anlehnung an 'Die Essenz der Quantenpsychologie' von Stephen Wolinsky)

Ist ein begrenztes Selbst-Bild mit all den Identifikationen unbewusst vorherrschend, kann es in der Wirkungsweise und im Ergebnis so sein - als wenn man von Hamburg nach Paris fahren möchte und kauft sich dafür ein Ticket. Aber in Wirklichkeit ist die (unbewusste?) Startposition Madrid. Kann das funktionieren? 

Mit der Grafik beleuchte ich etwas genauer die Zusammenhänge unterschiedlicher Wahrnehmungs- oder Lernebenen. Die Ebenen sind fließend miteinander verknüpft und alle Ebenen haben ihre Daseinsberechtigung. 

Probleme können auftreten,
wenn Bewusstseins-Ebenen vermischt oder verwechselt werden.
                                                         

Zur Vertiefung - BeWERTungen und Werte
Die erste Ebene in der Grafik ist wohl eher die übliche Art, wie man Lernen versteht und woraus Bewertungen abgeleitet werden. Diese Ebene wird genährt aus konkreten Anweisungen, was und wie etwas zu tun oder zu lassen ist. Und was richtig und falsch ist. Und der Maßstab der Bewertung ist verständlicherweise das Selbst- und Weltverständnis, begrenzt oder ganzheitlich.

Die zweite Ebene 'Erfahrungslernen' wird gespeist aus Erfahrungen der Vergangenheit und welche Rückschlüsse man daraus gezogen hat. Über sich selbst, andere und die Welt. Ist das begrenzte Selbst-Verständnis vorherrschend, werden selbst intuitive Wahrnehmungen umgedeutet auf diese Sicht.

Die Gegenwart konfrontiert uns zunehmend, den 'Schalter umzulegen', auf ganzheitliches, holistisches Lernen bzw. Wahrnehmen. Sofern man bereit ist, sich dem ganzheitlichen Verständnis unterordnen. Es bedeutet im ersten Schritt, das Wahrnehmungs-Bewusstsein dafür im Körper zu sensibilisieren und zu vertiefen. 

Ich wusste genau, es gibt eine Lösung und habe mich laufend gefragt - wo ist der Hebel für die eine Lösung?  Und wurde durch das Drehbuch meines Lebens geführt, um zu erkennen, wer mich da an der Nase herumführt, mit all den Begrenzungen.
Das natürliche Selbst ist kein Konzept oder Etikett ist, das wahre Selbst ist eine lebendige Kraft, die in, um und durch uns hindurch wirkt und die man nicht etikettieren kann. Nur wahrnehmen. Und das Selbst spielt die erste Geige auf unserer Lebensreise - jenseits aller Vorstellungen, wie es sein sollte. Es ist eben oft anders, als man denkt. 

Informationsgehalt - Selbst-Verständnis - Werte

Szenenwechsel: Ja - ich gebe zu, es ist ein sehr überspitztes Beispiel. Es handelt sich hier um eine Information ohne Informationsgehalt - also es hat keine inhaltliche Qualität oder einen Wert. Es ist in diesem Beispiel völlig egal - ob man diese Information nun hat oder nicht. Es ist eher eine Ablenkung oder dient als Spaßfaktor, was durchaus auch seinen Wert hat. Doch so leicht man dieses Beispiel durchschauen kann, um so herausfordernder ist es mittlerweile im Alltag mit allen möglichen Informationen.
Heute ist es spielend leicht, dass jede/r im Nu mehr oder weniger qualifizierte (Lebens-)Konzepte kommunizieren oder als die Lösung anbieten kann. Doch wie tief der Informationsgehalt (Wert) wirklich ist, hängt zum kleineren Teil vom Inhalt ab. Es hängt viel mehr  von der  Tiefe und Klarheit des Wahrnehmungs-Bewusstseins ab, das den Inhalt speist. Sowohl vom Sender als auch vom Empfänger einer Information. 

 Wenn der Hahn kräht auf dem Mist,
ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.